Zinkdruckguss ist ein Verfahren, bei dem flüssiges Zamak in eine kundenspezifische Druckgussform gegossen und unter Druck verfestigt wird, um Formteile herzustellen. Dieses sogenannte Warmkammerverfahren ist energieeffizient und ermöglicht die wirtschaftliche Produktion hoher Stückzahlen in Klein- und Mittelserien. Durch die geringe thermische Belastung weist Zinkdruckguss eine vergleichsweise überdurchschnittlich lange Werkzeugstandzeit auf. In vielen Fällen wird nur ein Werkzeug pro Serie benötigt.
→ Geringe Schmelztemperatur (420 °C) erlaubt den Einsatz des energieeffizienten Warmkammerverfahrens, da Zink gegenüber Stahl nicht aggressiv ist (anders als Aluminium).
→ Längere Werkzeugstandzeiten durch niedrige Schmelztemperatur und geringe Abrasivität, sodass Verschleiß minimiert wird und Folgeinvestitionen oftmals entfallen.
→ Höhere Produktionsrate durch kürzere Zykluszeiten und schnellere Erstarrung, was den Ausstoß pro Stunde erhöht und den Maschinenstundensatz senkt.
→ Überlegene mechanische Eigenschaften wie höhere Festigkeit, Zähigkeit und Elastizität erlauben geringere Wandstärken bei gleichem Bauteilgewicht.
→ Hohe Maßgenauigkeit und exzellente Oberflächengüte eignen sich ideal für filigrane, komplexe Geometrien und haptisch anspruchsvolle Designbauteile.

Zinkdruckguss erfordert ein besonderes Gespür für feinste Geometrien und erstklassige Oberflächengüten. Bei AMZ kombinieren wir diese werkstoffspezifische Expertise mit einem durchgängigen Servicekonzept, das Ihre Projekte wirtschaftlich und präzise realisiert:
→ Spezialisierung auf Präzisionsbauteile: Fokus auf hochkomplexe Klein- und Mittelserien im Gewichtsbereich von 0,005 bis 1,5 kg.
→ Ganzheitliche Projektbegleitung: Ihr Full-Service-Partner von der ersten Konstruktionsidee bis zur hochwertigen Oberflächenveredelung.
→ Gezielte Entwicklungsberatung: Frühzeitige Optimierung der Gussform zur Vermeidung teurer Änderungsschleifen und für maximale Maßhaltigkeit.
→ Verlässliche JIT-Logistik: Termingerechte Just-in-Time-Fertigung und Lieferung exakt nach Ihren individuellen Abrufplänen.
→ Langfristige Teilesicherung: Professionelle Ersatz- und Nachserienfertigung (Aftermarket) zur dauerhaften Absicherung Ihrer Lieferfähigkeit.
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| Warmkammermaschinen | Nachbearbeitung |
| Maschine | Schließkraft in t | Leistungen |
| Frech DAW20
Frech DAW125 |
20 t (200 kN)
125 t (1.250 kN) |
|
Die Wahl der richtigen Zinklegierung entscheidet maßgeblich über Lebensdauer, Belastbarkeit und Wirtschaftlichkeit Ihrer Bauteile. Im Druckguss Zink kommen hauptsächlich drei Legierungen zum Einsatz:
| Eigenschaft | Zamak 3 (Z410) | Zamak 5 (ZP0410) | Zamak 2 (Z430) |
| Kupfergehalt | < 0,1 % | ca. 1 % | 2,7–3,3 % |
| Zugfestigkeit | ca. 280 MPa | ca. 320 MPa | bis 360 MPa |
| Härte | ca. 82 HB | ca. 91 HB | ca. 120 HB |
| Elektrische Leitfähigkeit | Gut | Gut | Sehr gut |
| Gießbarkeit | Sehr gut | Gut | Gut |
| Verschleißfestigkeit | Mittel | Hoch | Sehr hoch |
| Kriechbeständigkeit | Mittel | Hoch | Sehr hoch |
| Typische Anwendungen | Gehäuse, Beschläge, Designbauteile mit mittlerer Beanspruchung | Bauteile unter Dauerlast oder erhöhten Temperaturen | Zyklisch hochbelastete Bauteile: Getriebeteile, Scharniere, Präzisionsmechaniken |
| Besonderheit | Meistverwendete Standardlegierung mit hoher Maßhaltigkeit | 10–15 % höhere Festigkeit durch Kupferzusatz | Längste Werkzeugstandzeiten, ideal für Klein- und Mittelserien |
Gemeinsame Eigenschaften aller Legierungen:
Unser Fokus bei AMZ: Zamak 2 (Z430) als Speziallegierung für maximale Belastbarkeit, Verschleißfestigkeit und wirtschaftliche Serienfertigung durch verlängerte Werkzeugstandzeiten.
Bei AMZ setzen wir auf die bewährte Zinklegierung Z430 (ZnAl4Cu3) – auch bekannt als Zamak 2. Die Kombination aus mechanischer Festigkeit, Verschleißfestigkeit und Gießbarkeit macht sie ideal für anspruchsvolle Zinkdruckgussteile. Die Zusammensetzung von Zink (93 %), Aluminium ( 3,8–4,2 %), Kupfer (2,7–3,3 %) und einem geringen Anteil Magnesium (0,02–0,06 %) sorgt für ein besonders stabiles Gefüge.
Im Vergleich zur Z410-Legierung (ca. 1 % Kupfer) bietet Z430:
→ Längere Standzeiten durch höhere Festigkeit und Härte
→ Geringerer Abrieb bei anspruchsvollen Einsatzbedingungen
→ Thermisch stabileres Gefüge bei hohen Temperaturen
Z430 eignet sich daher besonders für Bauteile mit hoher mechanischer Belastung.
Zink ist nahezu vollständig recycelbar und kann ohne nennenswerte Qualitätseinbußen wiederverwendet werden, was CO2 Emission und Materialeinsatz deutlich reduziert. In Kombination mit der geringen Schmelztemperatur, energieeffizienten Warmkammerprozessen und perspektivisch CO₂-neutrale Prozesse leistet Zinkdruckguss einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigen Wertschöpfungsketten.


Beim Warmkammerverfahren wird flüssiges Zink in der Maschine bereitgehalten und über ein Drucksystem direkt in die Form eingespritzt. Das reduziert Taktzeiten, senkt Energieverluste und ist ideal für seriennahe, wirtschaftliche Fertigung.
Zamak 3 (Z410) ist die Standardlegierung mit guter Gießbarkeit, Zamak 5 bietet zusätzliche Festigkeit durch höheren Kupferanteil, und Zamak 2 (Z430) zeichnet sich durch besonders hohe Härte und Verschleißfestigkeit aus. So lässt sich je nach Anforderung zwischen Maßhaltigkeit, Duktilität und Lebensdauer der Bauteile optimieren.
Typische Verfahren sind Galvanische Veredelung (z. B. Nickel, Chrom) für dekorative und korrosionsbeständige Oberflächen sowie Pulverbeschichtung für robuste, farbige Schichten. Je nach Einsatzgebiet werden diese Prozesse eng mit der Guss- und fertigungstechnischen Entwicklung abgestimmt.
Zink lässt sich sortenrein sammeln, einschmelzen und nahezu verlustfrei wieder einsetzen, wodurch der Rohstoffkreislauf geschlossen wird. Das senkt den Bedarf an Primärrohstoffen und trägt zur Reduktion von CO2 Emission bei.
Zinkdruckguss ist sehr stabil: Typische Zinkdruckgusslegierungen wie Zamak 3, 5 oder 2 erreichen je nach Legierung und Wärmebehandlung eine Zugfestigkeit von grob 280–380 MPa bei gleichzeitig sehr guter Dimensionsstabilität und Dauerfestigkeit. Diese Größenordnungen entsprechen den Kennwerten gängiger Werkstoffdatenblätter für Zinkdruckgusslegierungen.
Zinkdruckguss rostet im eigentlichen Sinne nicht, weil Rost Eisenoxide sind und Zinkdruckguss kein Eisen enthält. Zinkdruckgusslegierungen korrodieren stattdessen mit einer gleichmäßigen, vergleichsweise langsamen Korrosionsrate und bilden eine fest haftende Patina (Oxid-/Carbonatschicht), die die weitere Korrosion deutlich verlangsamt und unter üblichen Einsatzbedingungen in der Regel keinen kritischen Metallabtrag verursacht.
Mit modernen Zinkdruckguss Maschinen und konventionelle Maschinen in Kombination mit CNC-gesteuerten Anlagen sind sehr geringe Wandstärken und enge Toleranzen im Hundertstel-Millimeter-Bereich möglich. Die konkrete Auslegung erfolgt im Rahmen der Guss– und fertigungstechnischen Entwicklung unter Berücksichtigung von Normen wie EN ISO 9001 und branchenüblichen Qualitätsanforderungen: für hohe Prozesssicherheit, termingerechtes Arbeiten und dokumentierte fachliche Kompetenz.
Haben Sie weitere Fragen zu Zink-Druckguss oder einem konkreten Projekt? Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne!